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Neuerscheinungen

Buchcover: Von Sachsen-Anhalt in die Welt, Autor: Heiner Lück (Hg.)

Herausgeber:
Gernot Kocher | Heiner Lück |
Clausdieter Schott

Beiträge zur Rechtsikonographie, Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde — Band 15

gebundene Ausgabe, 419 Seiten
ISBN 978-3-941226-39-5
93,00 €


Zum Inhalt

INHALTSVERZEICHNIS

Wilhelm Brauneder
Maria Theresia: Beschützerin des Rechts

Andreas Deutsch
Von der Schlange am Rathaus (Rechts-)ikonographische Beobachtungen zur Darstellung von Schlangen in und an Rathäusern

Barbara Dölemeyer
Weg und Grenze: Zur Markierung von Rechtsräumen

Clausdieter Schott
Der zerbrochene Krug – Die Bildvorlage für Heinrich von Kleists Lustspiel

Dietlinde Munzel-Everling
Die Darstellung der Seele ausgehend von Illustrationen der Sachsenspiegel-Bilderhandschriften

Dieter Pötschke
Van den gemenen Landtwegen im Land Ruigen – Die älteste Landwegeverordnung des Fürstentums Rügen aus dem Jahre 1522

Herbert Schempf
Von Prag nach La Réunion.
Die merkwürdige Reise des Heiligen Expeditus

Pierre Friedrich
Die Reiterstatuette aus dem Dom zu Metz als Bildfahrzeug der Reichsidee.

Franz Gut
Schwiderus Schriber (1574–1639), seine Dienste und Erlebnisse als oberster Stadtknecht von Winterthur (1604–1625)

Hans Hattenhauer †
Das kaiserliche Oktogon

Mike Bacher
Die Gletscher des Berner Oberlandes in Recht und Sage

Wilhelm Brauneder
Von der Hinweistafel zum internationalen Verkehrszeichen

Dietlinde Munzel-Everling
der rechter sal syn eyn grimmender lewe
Der Löwe als Rechtssymbol – Eine Studie

Autoren- und Herausgeberverzeichnis

 

Buchcover: Die Verhältnismäßigkeit von Eingriffen in die Berufsfreiheit, Autor: Mario Hunger

Mario Hunger

Die Verhältnismäßigkeit von
Eingriffen in die Berufsfreiheit
des Art. 12 Abs. 1 GG

broschierte Ausgabe, 230 Seiten
ISBN 978-3-941226-38-8
38,00 Euro


Zum Inhalt

Die Berufsfreiheit deckt einen wichtigen Lebensbereich ab, in dem der Einzelne, Unternehmen und der Staat agieren. Der Berufsfreiheit kommt es zu, viele verschiedene Interessen im beruflichen Lebens­bereich in Ausgleich zu bringen. Unter den Grundrechten des Grundgesetzes spielt das Berufsgrundrecht aus Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz im Alltag, in der Rechtsprechung und in der Forschung und Lehre eine hervorgehobene Rolle.

Das Bundesverfassungsgericht hat der Berufsfreiheit früh mit seinem berühmten „Apothekenurteil“ von 1958 und der darin entwickelten sogenannten „Stufentheorie“ eine dogmatische Struktur gegeben. Das „Apothekenurteil“ leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der allgemeinen Grundrechtsdogmatik. Im Besonderen gilt dies für die grundrechtsdogmatische Aus­arbeitung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes. Erstaunlicherweise hat die Berufsfreiheit selbst die weitere Entwicklung der Grundrechtsdogmatik nicht mit aufgenommen, sondern ist bei der „Stufentheorie“ stehen geblieben. Die im „Apothekenurteil“ entwickelte Struktur der Berufsfreiheit ist seit über einem halben Jahrhundert Allgemeingut des Berufsgrundrechts und wird dem Berufsgrundrecht bis heute zugrunde gelegt. In ihrer Formelhaftigkeit mit ihren unbestimmten Begriffen und vielen Abwägungen leitet sie scheinbar sicher durch das Dickicht der Grundrechtsprüfung.

Mario Hunger zeigt in seiner Arbeit die Unzulänglichkeiten der gängigen Konstruktion der Berufsfreiheit auf. Er zeichnet unter Aufgabe der für die „Stufentheorie“ notwendigen Gegenüberstellung der Begriffe Berufswahl und Berufsausübung einen Gegen­entwurf, der an die allgemeine Grundrechts- dogmatik anknüpfen soll. Für die Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit von Eingriffen in das Berufsgrundrecht entwickelt er einen differenzierten Maßstab „ohne Stufen“. Er arbeitet dabei Kriterien für die Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes beim Berufsgrundrecht heraus. Mario Hunger zeigt eine Konstruktion der Berufsfreiheit auf, die Anschluss an die allgemeine Grundrechtsdogmatik hält.